GEMEINDEBRRIEF Dezember 2018 / Januar 2019


Invalidenfriedhof

Der Invalidenfriedhof gehört zu den ältesten Berliner Friedhöfen. Er wurde 1748 als Teil des Invalidenhauses der preußischen Armee angelegt. Das Invalidenhaus wurde von Friedrich II. errichtet - hier konnten die Knegsinvaliden ihren Lebensabend ver­bringen. Auf dem Invalidenfriedhof fanden auch hohe Militärs ihre letzte Ruhestatte sowie wichtige Persönlichkeiten der Berliner Stadtgeschichte.

Nur wenige Grabanlagen sind erhalten ge­blieben. Eines der bedeutendsten ist das Monument für General von Scharnhorst: Auf einem hohen Sockel ruht ein Löwe. Ein Fries umzieht den Sockel mit Szenen aus dem Leben Scharnhorsts (Entwurf Schinkel, Rauch und Tieck).

Ebenfalls nach einem Schinkelentwurf ent­stand das Grabmal für Generalleutnant und Kriegsminister Job von Witzleben.

Stüler entwarf nach einem persönlichen Ent­wurf des Königs die Grabstätte der Familie von Boyen mit zwei schlanken, hohen Sand-stemsaulen, auf denen jeweils eine Viktoria mit großen Flügeln steht.


Führung von Hendrik Gottfriedsen

Für den Förderkreis durch das Zellengefängnis am Berliner Hauptbahnhof und über den Invalidenfriedhof

Ehemaliges Zellengefängnis Moabit. Heute ganz zentral, dem Hauptbahnhof gegenüber gelagert, wurde damals 1849 außerhalb der Stadtmauern Berlins ein „Mustergefängnis" gebaut. Die Gefangenen sollten nicht mehr in Gemeinschaftszellen untergebracht werden, sondern in Einzelhaftzellen. Man erhoffte sich so eine moralische Besserung der Häftlinge. Die Zellenbauten wurden sternförmig ange­ordnet. Dazwischen lagen „Spazierhöfe". So konnten die Gefangenen mit relativ wenigem Personal gut überwacht werden. Von dieser Anlage ist heute noch die 5 Meter hohe Gefängnismauer erhalten, durch die man einen Eindruck der ehema­ligen Größe des Komplexes bekommt. Der sternförmige Grundriss der Gefängnisflügel wird durch leicht ansteigende Rasenebenen nachgezeichnet, die alle zum zentralen Überwachungsbereich - als kreisrunder Platz dargestellt - zulaufen.

Vorbei am Museum für Gegenwartskunst im Hamburger Bahnhof, nördlich des Hum­boldthafens, auf der Ostseite des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals geht es zum Invalidenfriedhof. An diesem Ufer verlief die Berliner Mauer - bei ihrer Errichtung wurde ein Teil des Invalidenfriedhofes zerstört.


Schönste Dahlien 2018

Die Besucher der Blumenschau „Dahlienfeu­er" im Britzer Garten haben sich mit großer Mehrheit für die Dahlie „Alpen Pauline" ent­schieden und sie damit zur „schönsten Dah­lie 2018" gekürt. Der Förderverein Freunde des Britzer Gartens hat die Gewinner der Restaurant-Gutscheine und Jahreskarten 2019 gezogen - sie sind benachrichtigt worden.