PRISMA März 2018


Frühling

Es war noch gar nicht richtig Winter, es lag noch keine Schneedecke auf Wiesen und Beeten. Und doch glaubt man schon, dass es Frühling wird. Die Schneeglöckchen spitzen schon überall durch das Laub, die frühen Krokus in den Wiesen blühen weiß und blau, die Christrosen entfalten sich im Sonnenschein. Erlen, Haselnuss und Eisenholzbaum „blühen", die Winterblüte, gerade mal gefunden, ist bereits verblüht. Die Meisen stecken ihre Reviere mit lautem Gesang ab und auch die Amsel singt in der Sonne. Es wird wirklich Frühling!


Schneeglöckchen

ChristrosenBlüte der Haselnuss

Der meteorologische Frühlingsbeginn am 1. März wird Vorfrühling genannt, es endet der Spätwinter. Als Zeigerpflanzen des „phänologischen Kalenders" (perio­disch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von Pflanzen) gelten - wie eingangs schon angedeutet -die Blüte von Haselnuss, Schneeglöck­chen, Frühlingsknotenblume (Märzenbe­cher), Schwarzerle oder Salweide. Der Winter-Jasmin steht in Vollblüte und im Dauergrünland ergrünen die Schossen. Die typischen Vorfrühlingsblumen sind meist „Hummelblumen", denn sie können bereits bei viel tieferen Temperaturen fliegen, als die Bienen und können somit auch früher mit dem Bestäuben beginnen.

Der astronomische Frühlingsbeginn ist die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche. Jetzt ist die tägliche Verlängerung des lichten Tages am höchsten. Der Tag verlängert sich innerhalb einer Woche um rund 30 Minuten!

Meist um die letzte Märzwoche herum wird öfter ein Kälteeinbruch beobachtet, der Märzwinter genannt wird.

Dann folgt der sogenannte Erstfrühling. Er setzt mit dem Blütebeginn der Forsythie ein und dauert bis zum Start der Blüte der Birnbäume.

Mit Blüte von Apfelbaum, Flieder und Eberesche wird der Vollfrühling in Verbindung gebracht.

Dieser ganze Zeitraum wird als Frühjahr bezeichnet.

Winterjasmin

Biene in Birnbaumblüte

Biedermeierstrauss

Diese Frühlingsstimmung nehmen wir mit nach Hause, indem wir uns beim Discoun­ter oder im Blumengeschäft einen Tulpen­strauß kaufen. Hierzu ein paar Tipps:

  • Wenn die Tulpenblätter beim Aneinan­derreihen quietschen, sind sie frisch. 
  • Bevor Sie die Tulpen in eine Vase stellen,   die Stielenden anschneiden.
  • Wiederholen Sie das Anschneiden nach einigen Tagen, wenn die Schnittfläche braun geworden ist.
  • Kontrollieren Sie möglichst Täglich den Wasserstand in der Vase - die Tulpen haben die außergewöhnliche Fähigkeit, auch ohne Verbindung mit der Zwiebel, weiterzuwachsen - und dazu braucht sie viel Wasser.
  • Haben Sie einen bunten Frühlingsstrauß, der kugelig rund gebunden ist - einen sogenannten Biedermeier-Strauß - dann wachsen die  Tulpen unschön heraus und müssen auf die Länge der übrigen Blumen zurückgeschnitten werden.