PRISMAgazin Juli / August 2019


Fahrten des Förderkreises zu Gärten und Parkanlagen außerhalb Berlins

Zur Weiterbildung und Information unternehmen Mitglieder des Förderkreises Freunde des Britzer Gartens jährlich zwei bis drei Fahrten, um sich andere Parkanlagen anzusehen und Anregungen für die Gestaltung des Britzer Gartens zu holen. Im Juni wurde eine Tages fahrt nach Blumberg zum vor fünf Jahren wieder hergestellten Lenné-Park und nach Oranienburg zur Nachnutzung des 2009 stattgefundenen Landesgartenschaugeländes unternommen. Interessant war die Reduzierung der beiden Schlosspark-Flächen auf ein typisches und unverwechselbares Bild, dass die Intensionen Lennés (in Blumberg) klar und „modern“ herausgearbeitet und in Oranienburg - ähnlich dem Britzer Garten - auf ein kostengünstiges und pflegeleichtes Konzept reduzierte. Die letzte Fahrt in diesem Jahr wird im August zu mehreren Burg- und Schlossgärten in der Region Weimar und Saale - Unstrut führen, sowie - anlässlich des 100 -jährigen Bauhaus - Jubiläums - zu privaten „Bauhaus - Gärten" in Weimar.

Der Rosengarten im Britzer Garten

Zur Bundesgartenschau 1985 in Berlin - Neukölln wurde auf dem BUGA-Gelände ein Rosengarten angelegt, der an die alte Rosentradition in Britz anknüpfen sollte. Denn hier, auf dem lehmigen Boden im Süden Berlins, siedelten sich zwischen 1850 und 1920 viele Gärtnereien an. In diesen Betrieben wurden Schnittrosen in Frühbeeten und in Gewächshäusern gezogen.

Täglich wurden 400 bis 800 Dutzend (!) langstielige Rosen geschnitten und anschließend in den Berliner Markthallen verkauft. Auch die Kaiserin kam alljährlich nach Britz, um Rosen für ihre Verwandten zu schneiden, die dann per Kurier an die Höfe von London, Paris, Wien und Sankt Petersburg geschickt wurden. Die Rosen Sorten sind durch Veröffentlichungen dem Namen nach bekannt - jedoch werden diese Sorten heute nicht mehr gezüchtet, sind nicht mehr im Handel. Und auch die Gärtnerei-Betriebe haben einer nach dem anderen aufgegeben, die Rosenfelder sind zu Bauland geworden. Aber noch immer gilt die Rose als „Königin der Blumen", schmückt sich jede Gartenschau mit einem „Rosengarten."

Der Rosengarten im Britzer Garten ist nach alten Vorbildern streng geometrisch aufgebaut: Niedrige Buchshecken umgrenzen die Beete, die spiegelbildlich zu einer Mittelachse angelegt sind. Über diese Mittelachse spannen sich pergolaartig Rosenbögen. Drei Brunnen nach Entwürfen von Christa Biederbick nach Motiven von Hieronymus Bosch's „Garten der Lüste" setzen Akzente in der Anlage, desgleichen in Form geschnittene Eiben - Kugeln.

Nach mehr als 35 Jahren ist der Boden in diesem Rosengarten ermüdet, die Beete ausgedünnt. Alles erfordert eine Überarbeitung und gezielte Pflege. Der Förderkreis Freunde des Britzer Gartens hat deshalb eine „Rosenbeet-Patenschaft“ ins Leben gerufen, über die Sie als Park- und Rosengartenbesucher diesem Rosengarten wieder zur alten Schönheit verhelfen können. Jetzt im Juli, August sehen Sie die Rosen in voller Blüte - suchen Sie sich ein Beet aus und übernehmen die Patenschaft für fünf Jahre (für sich selber, als Geschenk zu Geburtstag oder Hochzeit, als Erinnerung an liebe Verstorbene, als Firmenwerbung). Setzen Sie sich mit dem Förderkreis in Verbindung, wir beraten Sie gerne über die Modalitäten. Besuchen Sie unsere Website im Internet unter www.foerderkreis-britzer-garten.de oder rufen Sie uns an unter Mobil: 0170 - 582 80 17, Frau Jung.